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Begriffsdefinitionen

Die Liste hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Allgemeingültigkeit, sondern soll als Leitfaden dafür dienen, was nach unserer Auffassung zu einem Kleindenkmal zählt und welche Bedeutung die einzelnen Bestandteile haben:

Bildstock

auch Bildsäule genannt. Je nach Landschaft versteht man unter diesem Oberbegriff auch Gusseisenkreuze, Totenbretter, Steinsäulen, Bildbäume u. a. Im hiesigen Raum bezeichnet man sie allgemeinen unter dem Begriff ?Marterln?.

Der Bildstock steht für die fast quadratischen Querschnitte der meist schlanken Granitpfeiler, häufig auf einem Sockel stehend, von einem mehr oder weniger schmuckvollen Kapitell (Kopfteil) gekrönt. Sie waren früher nicht selten, standen an Wegkreuzungen, Gehöften, Kapellen und bildeten herausragende und wesentliche Wahrzeichen in der Landschaft. Als Orientierungs- und Grenzzeichen wurden sie deshalb häufig in Städteansichten, Landschaftsbildern, Karten und Kupferstichen festgehalten.

Vorgänger der steinernen Bildstöcke waren solche aus Holz und die so genannten ?Bildbäume?.

In fast allen Fällen geht es um eine Mitteilung frommen Inhalts, meist in Bild. Mündlich überlieferte Geschichten deuten auf außergewöhnliche Ereignisse, Unfälle, tragische Todesfälle, Seuchen und dergleichen hin. Bildstöcke werden hier zu steinernen Bitten um Erlösung der armen Seelen aus dem Fegfeuer. Daneben wurden sie für erhörte Gebete und zur größeren Ehre Gottes oder Mariens und der zahlreichen Heiligen gestiftet.

In Nischen der Kapitelle befinden sich meist Bilder, die den Hergang des Ereignisses, das zur Stiftung führte, darstellen; es können aber auch kurze Gebete sein. Als Bekrönung sind überwiegend Eisen- oder Gusseisenkreuze aufgesetzt.

Steinsäule Aus Stein gehauene Säulen von Heiligen, wie z. B. Marienfigur aus Stein neben der Kapelle in Zeinried.
Steinkreuz

Hier handelt es sich um mittelalterliche, so genannte ?Sühnekreuze?, die als Zeichen der Sühne für begangenen Totschlag errichtet wurden. Konnte sich der Täter mit den Angehörigen des Erschlagenen vergleichen, so wurde er nicht von Gerichts wegen verfolgt. Auch sie standen an viel begangenen Wegen, Wegkreuzungen und dienten auch als Wegweiser und Grenzzeichen. Die Bevölkerung nennt sie auch Hussen-, Schweden- oder Pestkreuze.

Bildbaum

Er war der Vorläufer der Steinkreuze. An einem Baum hing in sicherer Höhe eine bemalte und/oder beschriftete Tafel aus Holz oder Blech.

Holzkreuze

Sie standen als Weg-, Hof- oder Dorfkreuze und galten als Ersatz für fehlende Kapellen oder Glockentürme; in der Flur galten sie als ?Schauerkreuze?.

Totenbretter

Auf ihnen wurden früher zu Hause die Verstorbenen aufgebahrt, bis sie in den Sarg gebettet wurden. Nach der Beerdigung bemalte und beschriftete sie der Dorfschreiner. Sie wurden ebenfalls an viel begangenen Wegen, auch ?Kirchsteigen? waagrecht aufgestellt. In der Neuzeit stiften sie Vereine an Stelle eines Kranzes für verstorbene Mitglieder, und werden senkrecht, manchmal in der Nähe von Bildstöcken, aufgestellt.

Kapelle

Sie steht meist inmitten einer Ortschaft und dient als Stätte gemeinsamen Betens und wird zu Andachten, Rosenkränzen und Ähnlichem benützt. Kapellen wurden auch manchmal auf Grund eines Gelübdes errichet.

Glockenturm

Glockentürme sind in kleinen Ortschaften ohne Kirche oder Kapelle anzutreffen. In unserer Gegend herrscht dabei die Holzbauweise vor.

Altarblatt

Am unteren Ende von Gusseisenkreuzen befinden sich manchmal Altarblätter. Sie enthalten Inschriften wie ?Gelobt sei Jesus Christus" oder angeschraubte Figuren (Muttergottes oder Engel).

Säulen stellen dabei sinnbildlich die Verbindung zwischen Himmel und Erde dar, Türmchen verkörpern sowohl die Macht und Wachsamkeit als auch die Nähe zu Gott.

Zwei brennende nach unten geneigte Fackeln stellen symbolisch das Erlöschen des Lebens ? den Tod dar.

Mohnkapseln am Kreuzesfuß oder in den Kreuzbalken gelten als Symbol des Vergessens und des Schlafens (drei Mohnkapseln weisen auf die Dreieinigkeit hin), dagegen gilt der Efeu, wie die meisten immergrünen Pflanzen, als Sinnbild der Unsterblichkeit.

Beliebtes Beiwerk sind Engel; Puttos mit und ohne Flügel stützen die Füße des Gekreuzigten, schmücken die Kreuzbalkenenden, tragen den Kelch mit der Hostie, das Symbol für das Leiden und Sterben Christi.

Akanthus- oder Efeublätter füllen häufig die Kreuzbalkenenden.

Kreuztitel

I.N.R.I.

= IESVS NAZARENVS REX IVDAORVM
= Jesus von Nazareth, König der Juden

Am Kreuz Jesu Christi war eine Aufschrift angebracht, die den gekreuzigten als ?König der Juden? auswies (Markus 16,26 und Johannes 19,19), dem Schuldspruch.

R.I.P

= REQUIEM IN PACEM
= Ruhe in Frieden

Diese Buchstaben finden sich häufig in Totenbrettern.

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